Aktuell

TulpeFrühlingserwachen – nur etwas für Wintermuffel?

Die ersten Vorboten des heiß ersehnten Frühlings sind da: Schneeglöckchen, vorwitzige Krokusse und zwitschernde Vögelchen. Die Tage werden länger und die Sonnenstrahlen wärmer. Wir weinen dem Wintermantel und den dicken Daunen keine Träne nach und vermissen weder Eis noch Schnee!

Endlich Frühling!

Nun hält uns nichts mehr im stillen Kämmerchen, wo wir ein paar lange Monate mehr oder weniger trübsinnig bei Kerzenschein ausgeharrt haben. Früher konnte man wenigstens noch flüchten. Irgendwohin, wo die Sonne verlässlich auch im Winter wärmt. Weil Dunkelheit und Kälte auf Dauer eine Qual sind. Jetzt endlich bewaffnen wir uns mit gut isolierten Decken und Thermoskannen, eilen hinaus auf die Wiesen, in die Wälder und Parkanlagen. Halten Ausschau nach den kleinen Zeichen der Natur – nach treibenden Knospen, dem Gezwitscher der Vögel und der Rückkehr der Störche.

Sonnenmenschen…

Wir schnuppern begierig den Geruch des Frühlings: Moosiger Boden, modriges Laub und der frische Duft der jungen Gräser. Wir stürmen die Gartenabteilungen der Baumärkte, holen ein kleines bisschen Frühling in die eigene Wohnung. Sei es nur eine kleine Tulpe für das Fensterbrett. Jede noch so kleine Blüte und jeder Sonnenstrahl lässt unsere Laune steigen und zaubert uns ein glückliches Lächeln ins Gesicht.

…und Wintertypen

Die kleine Tulpe ist ein Sinnbild mit einer unmissverständlichen Botschaft: Der Winter ist endgültig vorbei! Doch damit sind nun wiederum die Wintermenschen gar nicht einverstanden. Ihrer Meinung nach hat der Winter noch gar nicht richtig begonnen. Ihnen fehlt definitiv ein intensives Lebensgefühl: Sie leben erst bei Minusgraden richtig auf, lieben beim morgendlichen Joggen das Beißen der Kälte im Gesicht. Das Stapfen durch den Tiefschnee, die wilde Jagd über weiß gepuderte Pisten und den dampfenden Jägertee... Es ist schließlich erst März - da kann der Winter ja noch einmal zurückkehren!

Der Frühling ist die schönste Jahreszeit!

Wir Wintermuffel können gut darauf verzichten! Wir freuen uns, dass die Menschen endlich wieder aus dem Winterschlaf aufwachen und uns wieder offener und freundlicher begegnen. Oder liegt es nur an uns selbst? Daran, dass die ganze Welt nun in viel freundlicherem Licht erstrahlt? „Es sind die Hormone“, sagen die einen. Die anderen führen die Vorfreude auf die Temperaturen oder auf gute Erinnerungen zurück. So recht weiß aber niemand, warum die Lebensgeister vieler Menschen ausgerechnet jetzt erwachen. Letztlich ist das einerlei. Sollen andere denken, was sie wollen – der Frühling ist doch die schönste Jahreszeit!

Tante Emma Laden​Für 20 Pfennig Eiskonfekt - Tante Emma und das süße Glück der Kindheit

Tante Emmas Laden war ein kleines Paradies. Ihr Reichtum aus Kinderaugen unermesslich. Wertvolle Schätze türmten sich auf der Ladentheke. Riesige Gläser, bis zum Anschlag gefüllt: Saure Drops, bunte Bonbons und Liebesperlen, Eiskonfekt und hübsch dekorierte Pralinen. All die kostbaren Leckereien, die Kinderherzen höher schlagen ließen.

burnoutBurnout - wenn die Batterien leer sind

Burnout war bisher noch nicht als Krankeit anerkannt und wird daher gerne als Modeerscheinung unserer Zeit bezeichnet. Für all jene, die darunter leiden, ist eine solche Verharmlosung ein Schlag ins Gesicht, frei nach dem Motto: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Betroffenen wird unterstellt, dass sie dem Anpassungsdruck unserer Gesellschaft nicht gewachsen seien. Der schwarze Peter wird dem Menschen zugeschoben. Das krank machende System wird nicht in Frage gestellt, obwohl das Phänomen Burnout in einem bedenklichen Maße zunimmt. Im Jahr 2022 erscheint die ICD-11. Darin endlich wurde Burnout aufgenommen als Syndrom infolge von „Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet werden kann“.

paper 3376854 640Gute Vorsätze für das neue Jahr - was ist daraus geworden?

2021 ist bald drei Monate alt. Viele von uns sind mit großen Plänen ins Neue Jahr gestartet: Mehr Sport machen, abnehmen oder endlich mit dem Rauchen aufhören...

Und - was ist daraus geworden? Hast du deine guten Vorsätze verwirklicht?

So viele Menschen schwören jedes Jahr wieder Stein und Bein darauf, dass sie es jetzt endlich tun: Ein paar Kilo abnehmen, ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen, sich überhaupt gesünder ernähren, weniger Alkohol trinken, sich mehr Zeit für das Hobby oder die Familie nehmen…

100 Dinge - der Film100 Dinge – was muss man besitzen, um glücklich zu sein?

Rund 10.000 Dinge besitzt Otto Normalverbraucher. Nur etwa 1.000 nennen die meisten Menschen in Afrika ihr Eigen. Einige Menschen versuchen sogar, mit noch viel weniger klar zu kommen: Sie reduzieren ihren Besitz auf die 100 notwendigsten Gegenstände. Was braucht man also wirklich zum Leben?

Allein in unserem Urlaubsgepäck befinden sich für gewöhnlich schon weit mehr als 100 Dinge. Die übrigen Habseligkeiten in unserer Wohnung – sie umfassen meist ein Vielfaches davon. Das glaubst du nicht? Zähl einfach mal nach: Bücher, Bekleidung, CDs, Küchenutensilien, Lebensmittel, Einrichtungsgegenstände. Und eben all die Kleinigkeiten, die sich über die Zeit so ansammeln. Vermutlich bräuchtest du mehrere Tage, um ein Inventar dieser Dinge zu erstellen.

Buy local kauf regionalClick & Collect - kauf Online, aber bitte regional!

Es war einmal. Damals als die Menschen noch selbst einkaufen gingen. Draußen - vor der eigene Haustür. In ganz realen Shops. Analog einkaufen war ein Erlebnis. Viel mehr als nur ein Click. In der Buchhandlung zum Beispiel. Man konnte die schönen Schmöker anfassen. Hinein schnuppern. Sich da und dort fest lesen, von den Buchtiteln im Regal inspirieren lassen. Sich kompetent beraten lassen. Gelegentlich kam man sogar mit Menschen ins Gespräch. Man plauderte über Bücher, Gott und die Welt oder verabredete sich gleich auf einem Kaffee.

followthewhiterabbitCyberwar – der virtuelle Krieg hat längst begonnen

Cyberwar - das klingt so irreal. Als sei der Begriff einem Science Fiction auf der Kinoleinwand entsprungen. Doch ist es längst bittere Realität. Die stille Bedrohung bahnt sich unbemerkt im virtuellen Raum an und wird erst durch die angerichteten Schäden greifbar real. Die traditionellen Schlachtfelder auf dem Land, zur See oder im Luftraum wurden um eine neue Dimension bereichert: Der Kriegsschauplatz des 3. Jahrtausends ist der virtuelle Raum.

Beichtstuhl

Beichtstuhl-Geheimnisse - wie die Kirche Kinder zu Sündern erzog

Papst Franziskus hatte in jungen Jahren ein Erweckungserlebnis im Beichtstuhl. Später erzählte er, er habe damals gespürt, dass er Priester sein musste, und nicht mehr daran gezweifelt. Solche erhabenen Erlebnisse sind im Zusammenhang mit der Beichte wohl eher die Ausnahme. Viel häufiger kommt es vor, dass die Kinder von damals bis heute unangenehme, widersprüchliche und mitunter sogar traumatische Erinnerungen an ihre Beichtstuhl-Erfahrungen im Herzen tragen.

Ausschnitt aus Albrecht Dürers Grafik Der Sündenfall: Die Schlange überreicht Eva die verbotene Frucht 1504Schlummert das Böse in jedem von uns?

Wir sind keine Mörder und die allermeisten von uns neigen vermutlich nicht einmal zur Gewalt. Und doch behaupten Philosophen seit Menschengedenken: Der Keim des Bösen schlummert in jedem von uns…

Viele Mörder waren einst vollkommen unauffällige Menschen. So wie wir. Vielleicht sogar gute Menschen. Jedenfalls so lange, bis sie eine furchtbare Tat begingen. Eine Tat, die ihr Leben - und das vieler anderer - aus der Bahn geworfen hat.

Apicius de re coquinariaDie Römer setzen kulinarische Maßstäbe

Die alten Griechen schrieben die Rezepte nicht auf. Daher wissen wir nicht, wie sie ihre Speisen zubereiteten. Erst die Römer dokumentierten ihre Kochkünste. Leider gingen die allermeisten Abschriften verloren. Nur die Kochbücher des Apicius, der zur Zeit des Kaisers Tiberius lebte, blieben erhalten: De re coquinaria (Über die Kochkunst).

Römische Fischsoße

Das Lieblingsgewürz der Römer war eindeutig Garum, eine vergorene Fischsoße aus gepökeltem und mit Enzymen fermentiertem Fisch - in der Herstellung ganz ähnlich wie die asiatische Fischsoße.

Archestratos von Gela Kulinarisches aus der Antike - überraschend modern

Schon unsere Vorfahren in der Antike tafelten gerne und das Thema Essen ist seit jeher ein gefundenes Fressen für für Philosophen und Poeten. Die Prunksucht der Reichen und Mächtigen bei Tisch bietet bis heute so manchen Anlass für Kritik. Doch viele Empfehlungen aus den Ernährungsratgebern der Antike sind immer noch überraschend zeitgemäß.

So frisch wie möglich und der Saison gemäß

Kauft die allerbesten Zutaten so frisch wie möglich und der Saison gemäß und bereitet sie schlicht zu.“

Hochwasser Nürnberg 19091909 - der Tag, als Nürnberg in den Fluten versank

Nürnberg im Winter 1909: Wochenlang hatte es geschneit, bis zu 40 cm hoch lag der Schnee. Dann begann es zu regnen. Die Schneeschmelze setzte ein. Der Boden war gefroren. Er konnte das Wasser nicht aufnehmen. Das floss auf direktem Wege in die Pegnitz und die verwandelte sich in einen reißenden Fluss.

An den Wehren und Wasserrädern verfing sich Treibzeug und staute das Wasser zusätzlich an. Die Flutwelle baute sich langsam auf. Allerdings schnell genug, um Gegenmaßnahmen zu verhindern. Sie erreichte in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1909 ihren Höhepunkt.

Verheerende Hochwasser gab es schon früher, zum Beispiel 1595: Acht Menschen wurden damals am Henkerssteg von den Fluten mitgerissen. Doch keines erreichte den Wasserstand von 1909.